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Was passiert bei einer Taufe?

Wasser und Licht – die Taufe

Mit der Taufe beginnt das Leben eines Menschen als Teil der christlichen Gemeinschaft, der Gemeinde. Das Wichtigste bei einem Taufgottesdienst ist neben dem Täufling und dem Täufer das Wasser. Dreimal wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. Dazu spricht die Pastorin oder der Pastor: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wasser ist das Urelement des Lebens. Ohne Wasser kann es kein Leben geben. Doch Wasser ist nicht nur Lebensspender. Wasser kann auch bedrohliche Formen annehmen. Im Wasser kann man ertrinken und sterben. So erfährt auch der Täufling symbolisch in der Taufe, was Jesus Christus durchlebt hat. Jesus Christus ist durch den Tod zum ewigen Leben hindurchgegangen. Genau so kommt das Wasser auf den Täufling und er „taucht auf“ als ein Mensch mit einem neuen Leben. 

Ein weiteres Symbol der Taufe ist das Licht. Es erinnert an das Jesuswort: „Ich bin das Licht der Welt“. So wird bei uns in der Erlöserkirche für jeden Täufling eine Kerze angezündet, die der Täufling auch mit nach Hause nehmen kann.

Alle, die bereit sind, den Glauben an Jesus Christus zu bekennen, können getauft werden. In der ev.-lutherischen Kirche werden meistens Kinder getauft. Da die Kinder den Glauben noch nicht selbst bekennen können, sprechen Gemeinde, Eltern und Patinnen oder Paten für sie das Glaubensbekenntnis. Jugendliche oder Erwachsene sprechen das Glaubensbekenntnis selbst.

Die allermeisten christlichen Kirchen erkennen die Taufe an und praktizieren sie auch als Sakrament. Alle Getauften gehören zur weltweiten Christenheit. Deshalb sind alle Getauften eingeladen, das Miteinander in ihrer Gemeinde mitzugestalten.